Ein Weg im Frühling

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An einem Tag voll träumender Vergissmeinnicht,

an einem Ort, der irgendwo

wie einer lieben Reise Händedruck

die Stille von den Bäumen senkt.

Eingegossen in ein Licht,

auf gelbem Wege

fast vergessen von uns Menschen

zurückgelassen und doch bewahrt.

Sinnend lauscht meine Seele

wiegt sich sanft in Notentönen

schwebt im Frieden

als wär Nebeldunst vom Fluss gestiegen.

Spürt den Traum, an diesem Ort

und geht den Pfad, den Weg im Frühling.

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Traum ist…..


…………

Traum ist Brokat der von dir niederfließt,

Traum ist ein Baum, ein Glanz der geht, ein Laut -;

ein Fühlen das in dir beginnt und schließt ist Traum;

ein Tier das dir ins Auge schaut ist Traum;

ein Engel welcher dich genießt ist Traum.

Traum ist das Wort, das sanften Falles

in dein Gefühl

fällt wie ein Blütenblatt

das dir im Haar bleibt: licht, verwirrt und matt -,

hebst du die Hände auf: auch dann kommt Traum,

kommt in sie wie das Fallen eines Balles -;

fast alles träumt -,

du aber trägst das alles.

………..

Rainer Maria Rilke


Als uns die Liebe suchte….

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Wie war es als uns die Liebe suchte?

Wie Kinder sorglos

huschten wir durchs Leben

liebten den Moment

fühlten gemeinsam unsere Zeit.


Den leuchtenden Frohmut

holten wir hervor

stülpten ihm den Königshut auf

malten sein Gesicht in rosa Farben

und ließen ihn durch Saxophone huschen.


Doch irgendwo

im Lebensmeer

vergaßen wir ihn gänzlich.

Jetzt treibt er dahin, für sich alleine

die Krone längst verloren.


Geben wir uns nun die Hand

und blicken dort hinaus

dann sehen wir sie, die schöne Welt,

doch was bleibt und uns zu Füßen liegt

ist das was heute zählt!