Archiv der Kategorie: Geschichten und Gedanken

Gedanken zu Geschichten oder Geschichten aus Gedanken
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Ein Potpourri der Besonderheiten
© sugar4all

Die Zeit

 

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Die Zeit wurde sehr müde und als sie eines Abends den Schlaf begegnete, legte sie ihren Kopf an seine Schulter:

„Ach lieber Schlaf, wenn ich doch nur für eine Sekunde mit dir tauschen könnte. Nur einen Moment ruhen und nur einen kleinen Augenblick träumen.“

Der Schlaf strich in ihr zerzaustes Haar, entfernte dabei kleinere und größere Uhren und mit gähnender Stimme antwortete er:

„Ach meine liebe Zeit, wenn du ruhst dann gäbe es nur die Gegenwart und keine Vergangenheit. Auch die Zukunft wäre weg.“

„Wem würde das stören, mein lieber Schlaf?“

„All jene die Erinnerungen lieben und mit der Hoffnung leben.“

Da richtete sich die Zeit auf und in der nächsten Sekunde war sie verschwunden!


© Text Karin Kronreif  und einen lieben DANK für das Foto an  Arno von Rosen ❤

 

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Eines Tages besuchte ein Hund den Tempel der tausend Spiegel….

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….. er stieg die hohen Stiegen hinauf, betrat den Tempel und schaute in die tausend Spiegel, sah tausend Hunde bekam Angst und knurrte. Tausend andere Hunde knurrten zurück. Mit gekniffenem Schwanz verließ er den Tempel in dem Bewusstsein: Die Welt ist voller böser Hunde.

Kurze Zeit später kam ein anderer Hund in den gleichen Tempel. Auch er stieg die Stufen empor, ging durch die Tür und betrat den Tempel der tausend Spiegel. Er sah ebenfalls in den Spiegeln tausend andere Hunde, freute sich darüber und wedelte mit dem Schwanz. Tausend andere Hunde freuten sich und wedelten zurück. Dieser Hund verließ den Tempel im Bewusstsein: Die Welt ist voller freundlicher Hunde.

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Ein einziges welkes Blatt hing noch am Baum. Die Tage wurden wärmer und die Rufe der Neuankömmlinge lauter:
„Willst du nicht endlich hier abhauen? Wir brauchen Platz für unsere Schönheit. Sieh dich doch an, du bist zerknittert und alt. Niemand braucht dich hier!“

Der kleine Ast, auf dem das welke Blatt einen Herbst und einen langen Winter verbrachte, streichelte zart die kleine runzelige Blatthand.

„Bitte verlass mich nicht! Wenn du gehst, dann landest du als Leichenschmaus bei den Käfern, Ameisen und Larven. Doch wenn du bleibst, dann zeige ich dir, wie wunderschön das Leben mit mir ist!“

„Ach mein liebster Freund. Bei dir kommen wohl Frühlingsgefühle hoch? Irgendwann muss ich doch fallen. Hörst du nicht die Neuen? Wie sie mich loswerden wollen!“

„Vergiss die Neuen. Die glauben ein Baum ist nur dann schön, wenn er Blätter trägt. Das wäre so, als wenn du nur dann duschen kannst, wenn du einen Duschvorhang hast! Alles Quatsch!“

Da musste das welke Blatt lachen und blieb …. noch viele viele Jahreszeiten lang!


Der Einladung von

https://365tageasatzaday.wordpress.com/2017/04/16/schreibeinladung-fuer-die-textwoche-16-17-wortspende-von-ruhrkoepfe/

habe ich gerne angenommen<3 !

…denn die Schönheit liegt immer im Auge des Betrachters…auch bei uns Wort und Textkünstlern !

Achtundzwanzig Fragen

Gänseblümchen

 

Ich habe sieben Fragen:

Wie kannst du glücklich werden?

Ich habe sechs Fragen zu fragen:

Wie wird es den Menschen gehen?

Ich habe fünf Fragen

(eine für jeden Finger):

Wie kann ich die Zeit ertragen

bis wir uns wiedersehen?

 

Ich habe vier Fragen

(für dich) nach vierblättrigem Klee

Ich habe drei Fragen

(die alten) für dich nach deinen drei Wünschen

Ich habe zwei Fragen:

was ich dir sein und nicht sein darf?

Ich habe eine Frage:

Wie ich dich glücklich seh?

(Erich Fried)


Wiedergehört bei einem wunderbaren Abend von und mit Frank Hoffmann
„Liebe und so weiter…“

Schön, eine Montagslyrikerin zu sein <3

Sechs Monate Montagslyriker liegen hinter uns, sechs Monate Ferien vor uns. Viel Zeit wird mancher denken, doch lässt mir Frühling und Sommer keine Verschnaufpause. Die Sonne lockt mich in den Garten, neue Ideen an den Schreibtisch (mein Roman “Gott und die Welt” ist bei Seite 160 angekommen) und jede Menge Urlaub steht an. Keine Sorge! […]

über Montagslyriker – Zucker fürs Volk — Autor, Träumer und Freibeuter