Alle Beiträge von Karin Kronreif

Schreiben ist die Möglichkeit das zu denken was du nicht sagen kannst und das zu lesen was du schreiben willst.

Das Buch

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Worte spielen in meinem Kopf, Sätze bilden Gedanken,

und doch will ich nicht sprechen, ich will mir behalten das Nichtgesagte.

Ich lass es mir, es wird zu Gedachtem aber nicht zu Gesagtem.

Dieser kleine Unterschied würde die Welt wohl friedlicher machen.

So denke ich

und bewerte nicht Gefühltes sondern belasse es

und berede nicht Gesagtes sondern bedenke es

und beruhige nicht Geliebtes sondern bewundere es.

 

Gedanken bilden Zeilen, Zeilen werden zu Zeiten

und doch werde ich irgendwann,

in meiner kurzen Zeit, dem Gedachten eine Wertigkeit geben

und werde sprechen, sprechen das Gedachte, das ich zur Geschichte schrieb.

Denn, irgendwann ist bald, dann werde ich hier sitzen

und das Leben in meinen Händen halten,

nicht mehr als ein Gedanke hingegen als bedeutungsvolles Buch.

© Text und Foto by Karin Kronreif
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Die Endlichkeit

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Nun erblicke ich die Endlichkeit,

die irgendwo in ihrer Winzigkeit verweilt

und hier, mit meinem ersten Schritt,

beginnt sie nun, mit uns zu gehen.

 

Wie weit doch Weite ist

und wie Nähe nah sein kann.

Wie fragende Antworten

doch keine Zeit mehr haben,

weil jede Stunde zur Sekunde wird.

Blicken wir uns an, dann schelmt auf die Nacht,

die nicht getrieben von der Zeit.

 

Langsam ziehen nun meine Gedanken mit

und Pinselstriche formen Bilder

und Worte malen Wege.

Langsam, im Glück gedacht,

gehe ich und seh‘ mir zu,

wie ich die Endlichkeit ersehne.

 

Text und Bild © Karin Kronreif

Gedankenflug

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Es ist ein Treiben

um des Wandelns Willen,

wo das Sonnenlicht in weichen Wellen,

des Lebens Fahrt umspielt

und der Sehnsucht Blütenträume

aus dem Frühling sanft geboren.

Zählt das Ziel oder der Weg,

der hin zum Ziele führt?

Es ist der Sinn,

der Tag an Tag

und Nacht an Nacht

auf unser Leben wacht!

 

Es ist ein Treiben

um des Treibens Willen,

auf losgezogenen Gedanken,

durch die Mysterien der Bücher

nach Wissen und nach Wahrheit,

und immer in der Hoffnung,

auf Beständiges zu stoßen,

auf einen Sinn,

der Tag an Tag

und Nacht an Nacht

auf unser Leben wacht!

 

Text und Bild © Karin Kronreif

Was sollte in keinem Osternest fehlen?

Natürlich ein BUCH!

Daher freut es mich besonders, dass meine kleine Ostergeschichte rechtzeitig unter mymorawa veröffentlicht wurde.

 

Es kann unter nachfolgendem Link bestellt werden bzw überall dort wo es Bücher gibt.

Buchbestellung – Wie kommt das Rot auf dein Osterei

Eine schöne Vorosterzeit wünsche ich Euch ❤


Kleines und wichtiges PS:

Ich freue mich auch sehr, dass mein erstes Kinderbuch nun unter neuem Titel in der 2. Auflage auch bei mymorawa veröffentlicht ist.“

Buchbestellung – Der rote Elf

Mehr von meiner Schreiberei, meinen Buchprojekten usw…hier auf meinem Blog ❤

Pubertät, ach du komplizierte Zeit!

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Wer bin ich, wenn ich nicht mehr ich bin?

Wohin gehe ich, wenn ich mich suche?

Ich lasse aus, die Hände meiner Mutter,

nicht für immer, doch für jetzt, für den Moment.

 

Wer will ich sein, wer darf ich werden?

Wohin führt mich mein Leben?

Ich ziehe los und ziehe mich zurück,

nicht für immer, doch für jetzt, für den Moment.

 

Tauche ein, mein geliebtes Kind,

in die verwirrte Zeit, die auch für mich sehr schwierig ist.

Ich halte deine Hand und ziehe sie nicht zurück,

nicht für immer, doch für jetzt, für den Moment.


©Text und Foto by Karin Kronreif 2018

Bogen an Bogen

Tropfen sw

 

Bin ich glücklich,

so reihen sich Bogen an Bogen

glitzernde Tropfen,

wie eine Kette

reihen sie sich.

 

Bin ich traurig,

so reihen sich Bogen an Bogen,

glitzernde Tränen,

wie eine Kette

reihen sie sich.

 

Du fragst,

warum ich weine, lache?

Weil ich das Glück einst gefangen habe,

gefangen mit meinen Händen,

haltend den Sturmwind

der mein Haar zerzaust,

und das Gewitter

über mein brandendes Leben.

 

Ich liebe diese meine Tropfen, Tränen.

 

© Karin Kronreif

Nur ein Dorn

Eines meiner Lieblingsgedichte…..alles Liebe zum Valentinstag ❤

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Zu seinen Füßen saß das Glück,

es saß in seinen goldnen Haaren,

den lockenden Regenbogen gespannt

über Gipfel und Glück.

Er fühlte, als sei er eine Puppe,

die nicht stirbt

und irgendwann zum Falter wird,

mit einem Flügel.


 

 

In seinen Händen saß der Morgen,

er saß im Glanz der letzten Nacht,

den lockenden Duft im Raum

über Körper und Sinne.

Er fühlte, als sei er eine Knospe,

die beginnt zu blühen

und irgendwann zur Rose wird,

mit einem Dorn.


 

 

Auf ihren Lippen saß die Liebe

sie saß in ihrer süßen Sanftheit

den lockenden Weg aus Sand geglättet

über Dünen und Hügel.

Sie fühlte, als sei sie der Falter,

der fliegt, mit einem Flügel nur

und irgendwann die Rose findet,

die, mit einem Dorn.

©Text: Karin Kronreif, Bild: Stephanie Mohr