Alle Beiträge von Karin Kronreif

Schreiben ist die Möglichkeit das zu denken was du nicht sagen kannst und das zu lesen was du schreiben willst.

Bogen an Bogen

Tropfen sw

 

Bin ich glücklich,

so reihen sich Bogen an Bogen

glitzernde Tropfen,

wie eine Kette

reihen sie sich.

 

Bin ich traurig,

so reihen sich Bogen an Bogen,

glitzernde Tränen,

wie eine Kette

reihen sie sich.

 

Du fragst,

warum ich weine, lache?

Weil ich das Glück einst gefangen habe,

gefangen mit meinen Händen,

haltend den Sturmwind

der mein Haar zerzaust,

und das Gewitter

über mein brandendes Leben.

 

Ich liebe diese meine Tropfen, Tränen.

 

© Karin Kronreif
Advertisements

Nur ein Dorn

Eines meiner Lieblingsgedichte…..alles Liebe zum Valentinstag ❤

13320368_10209391821296147_5179399699016860249_o

Zu seinen Füßen saß das Glück,

es saß in seinen goldnen Haaren,

den lockenden Regenbogen gespannt

über Gipfel und Glück.

Er fühlte, als sei er eine Puppe,

die nicht stirbt

und irgendwann zum Falter wird,

mit einem Flügel.


 

 

In seinen Händen saß der Morgen,

er saß im Glanz der letzten Nacht,

den lockenden Duft im Raum

über Körper und Sinne.

Er fühlte, als sei er eine Knospe,

die beginnt zu blühen

und irgendwann zur Rose wird,

mit einem Dorn.


 

 

Auf ihren Lippen saß die Liebe

sie saß in ihrer süßen Sanftheit

den lockenden Weg aus Sand geglättet

über Dünen und Hügel.

Sie fühlte, als sei sie der Falter,

der fliegt, mit einem Flügel nur

und irgendwann die Rose findet,

die, mit einem Dorn.

©Text: Karin Kronreif, Bild: Stephanie Mohr

Die Zeit

 

p1050982

Die Zeit wurde sehr müde und als sie eines Abends den Schlaf begegnete, legte sie ihren Kopf an seine Schulter:

„Ach lieber Schlaf, wenn ich doch nur für eine Sekunde mit dir tauschen könnte. Nur einen Moment ruhen und nur einen kleinen Augenblick träumen.“

Der Schlaf strich in ihr zerzaustes Haar, entfernte dabei kleinere und größere Uhren und mit gähnender Stimme antwortete er:

„Ach meine liebe Zeit, wenn du ruhst dann gäbe es nur die Gegenwart und keine Vergangenheit. Auch die Zukunft wäre weg.“

„Wem würde das stören, mein lieber Schlaf?“

„All jene die Erinnerungen lieben und mit der Hoffnung leben.“

Da richtete sich die Zeit auf und in der nächsten Sekunde war sie verschwunden!


© Text Karin Kronreif  und einen lieben DANK für das Foto an  Arno von Rosen ❤

 

Melancholie der Seele

26220243_10213303185527771_8763769229194446181_n

Erst bäumst du dich,

dann wirst du wie Natur –

Du harrst gefügig eines Schicksals,

das, gütig oder hemmungslos,

die Färbung deines Denkens zeigt.

 

Es fühlt und ist

wie das Begreifen von Musik

und Beben wacher Inspiration,

wo keiner wartet und niemand ruft.

Nur die Stunden rinnen,

wie in eine Schale,

mit Bildern und Träumen ein.

 

Über glasige Eisbergspitzen

rollt bald matt das Rad der Sonne.

Der Norden ist Boreas Licht,

Helles und Lichtes trägt er für dich.

 

Siehst du die Melancholie, wie wunderschön sie ist?

© Foto und Text Karin Kronreif

Nach einer kleinen Pause bin ich nun wieder bei Euch ❤

Manchmal sind Grippeviren unerträglich, vor allem als sie es wirklich schafften im Doppelturbopack bei mir einzuziehen. Mein emphatisches Herz hat sie jetzt aber vor die Türe gesetzt, was zu viel ist, ist einfach zu viel 🙂