Sinnestreiben

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Es war ein Treiben

um des Treibens Willen,

mit losgezogenen Gedanken,

einmal hin und einmal her,

durch die Mysterien der Bücher

nach Wissen und nach Wahrheit,

durch neue Welten und alte Städte

und immer in der Hoffnung,

auf Beständiges zu stoßen,

auf einen Sinn, der Tag an Tag

und Nacht an Nacht zu reihen vermag.

 

 

Es ist ein Treiben

um des Wandelns Willen,

wo das Sonnenlicht in weichen Wellen,

des Lebens Fahrt umspielt

und der Sehnsucht Blütenträume

aus dem Frühling sanft  geboren.

Zählt das Ziel oder der Weg,

der hin zum Ziele führt?

Es ist der Sinn, der Tag an Tag

und Nacht an Nacht auf unser Leben wacht!

Spiegelblick

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Der Blick versucht die Kontur zu finden,

Klarheit zieht nun ein bei mir

und entdeckt dabei,

all die wunderbaren Formen,

die durch meine Zeiten gehen.

 

Nicht gehetzt vom Tage,

nicht gedrängt vom Leben,

ruhig und im Glück erfüllt,

lächeln kleine Details mir zu

und schmunzeln durch Fassadenritzen.

 

Der Blick steht vor dem Fenster,

hält den Spiegel in der Hand,

dreht sich um zu dir

und reicht in Vorsicht sanft,

ein neues Leben mir.

 

Gedankenflug

 

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Ich berühre den Boden

ohne dabei die Tiefe zu spüren.

 

Fällt der Gedanke mit?

 

Jedes Wort rauscht in mir,

jeder Satz beginnt zu leben,

bereit sein, der Kraft zu folgen

und diesen einen Flug zu wagen.

 

Der Gedanke fällt, fällt weich

und zart umspielt er mich.

Buchstaben fliegen mir zu,

wollen landen.

Gedankenträume entstehen,

Geschichten finden ihren Anfang.

 

Ich berühre den Boden

und spüre die Tiefe.

 

Langsam bis zur Endlichkeit

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Nun erblicke ich die Endlichkeit,

die irgendwo in ihrer Winzigkeit verweilt

und hier, mit meinem ersten Schritt,

beginnt sie nun, mit uns zu gehen.

 

Wie weit doch Weite ist

und wie Nähe nah sein kann.

Wie fragende Antworten

doch keine Zeit mehr haben,

weil jede Stunde zur Sekunde wird.

Blicken wir uns an, dann schelmt auf die Nacht,

die nicht getrieben von der Zeit.

 

Langsam ziehen nun meine Gedanken mit

und Pinselstriche formen Bilder

und Worte malen Wege.

Langsam, im Glück gedacht,

gehe ich und seh‘ mir zu,

wie ich die Endlichkeit ersehne.