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Die Liebe und das Leben

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Neben mir im Gras lacht das Leben

und trinkt aus seinen reichsten Schalen,

ich sitze, ruh und fühle

der Freude zarten Schein.

 

Will nur den Sonnenblick auf meine Wege streuen,

vergissmeinnichtumsäumt,

da senkt sich nieder ein warmer Glanz,

auf meiner Augen staunend Dank.

 

Ich fasse an das Blühen,

es hält und lässt sich streicheln,

der Bäume Rinde auch, das Farn,

das dicht und satt im Grün der Moose steht.

 

Neben mir im Gras,

da lacht mein Leben.

Ich sitze, ruh und fühle

der Liebe sanft umspielten Schein.

 

Text und Bild © Karin Kronreif

Achtundzwanzig Fragen

Gänseblümchen

 

Ich habe sieben Fragen:

Wie kannst du glücklich werden?

Ich habe sechs Fragen zu fragen:

Wie wird es den Menschen gehen?

Ich habe fünf Fragen

(eine für jeden Finger):

Wie kann ich die Zeit ertragen

bis wir uns wiedersehen?

 

Ich habe vier Fragen

(für dich) nach vierblättrigem Klee

Ich habe drei Fragen

(die alten) für dich nach deinen drei Wünschen

Ich habe zwei Fragen:

was ich dir sein und nicht sein darf?

Ich habe eine Frage:

Wie ich dich glücklich seh?

(Erich Fried)


Wiedergehört bei einem wunderbaren Abend von und mit Frank Hoffmann
„Liebe und so weiter…“

Valentin, Rosen und die Liebelei

Weil Valentin ist….weil mir mein Gedicht dazu gerade eingefallen ist….weil ich es euch heute nochmals „schenken“ möchte…..weil der Frühling bald kommt und ich die Kostbarkeit der Liebe, als eine besondere Dankbarkeit empfinde ❤

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ROSENLIEBELEI

Erinnerungen steigen hin,

wo Glück um Glück

im Meer der Rosen weht.

Gebilde, die die Nacht verschönern,

an Orten, die wie vom Paradies verzaubert,

ihre schweren Türen öffnen.

 

Rosendurchliebte Einigkeit,

die sanft im Spiel

von Licht und Schatten weht.

Schmetterlinge,

die sich am Wiesenrand über Halme neigen

und trunkensanft ihre Schatten werfen.

 

Es schwingt durch die Welt ihr Klang,

Liebelei, im hellsten Ton,

Geigen schimmern zum Regenbogen

und eine Rose verströmt den Satz

„Ach, wie ich dich liebe“

 

©Text: Karin Kronreif, Bild: Stephanie Mohr

Sanfte Stille

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Zwei Augen hab ich gesehen,

des Schlafes und der Träume,

bloß da, um das Licht zu liebkosen,

das sanft meinen Atem verhielt.

 

Und ich sah zwei Augen,

in deren dein Schimmer ungeweinter Tränen ruhte,

zart gefroren war der Schnee,

schlafdunkel dieser wunderbare Tag.

 

Zwei Augen hab ich gesehen,

des Schlafes und der Träume,

bloß da, um die Stille zu spüren,

die sanft meinen Atem verführte.


©Bild und Text by Karin Kronreif

Die alte Nacht

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Still zieht die Nacht

durch silberglänzende Weiten,

ein Vogelschrei vielleicht,

das Märchenlied der Bäume,

der Sterne Blinken,

ein leises Klingen, das

im Glanz nächtlicher Augen schwebt.

 

Und jung wird wieder

die alte Nacht,

sie zieht ihr graues Hemdchen aus,

entflieht in weite,

sonnenleuchtende Fernen,

versinkt in rauschender Zartheit.

Ein Lied, sich löst aus dieser Stille,

und Lächeln klebt im Kerzenschein.

 

Still zieht nun der Morgen

durch seidenfeine Weiten,

ein Vogelschrei vielleicht,

das Märchenlied der Rosen,

der Augen Funkel,

ein zartes Klingen, das

im Glanz der leeren Gläser schwebt.


© Text und Bild:  Karin Kronreif

Im Eis geträumt

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Wohin wir gehen können wir nicht wissen,

so wie mein Blick, der dich gesucht, nicht wusste,

dass unsere Herzen längst den Tau des Eises schmeckten.

Und tausend zarte Wesen,

schreiten fort,

zerbrechlich und grazil,

in ihren hohen Hacken,

ganz sanft vom zauberhaften Glanz umflort.

Wohin wir gehen können wir nicht wissen,

so wie meine Hand, die dir gereicht, nicht wusste,

dass sie längst gewärmt in deiner lag.


©Text: Karin Kronreif, ©Bild: Stephanie Mohr