Archiv der Kategorie: Meine Poesie

Texte: © sugar4all

Im Eis geträumt

Wohin wir gehen können wir nicht wissen,

so wie mein Blick, der dich gesucht, nicht wusste,

dass unsere Herzen längst den Tau des Eises schmeckten.

 

Und tausend zarte Wesen,

schreiten fort,

zerbrechlich und grazil,

in ihren hohen Hacken,

ganz sanft vom zauberhaften Glanz umflort.

 

Wohin wir gehen können wir nicht wissen,

so wie meine Hand, die dir gereicht, nicht wusste,

dass sie längst gewärmt in deiner lag.


© Text und Fotografie by Karin Kronreif
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Tag der BuchliebhaberInnen

Es gibt schon 6 Bücher von mir…davon kommen zwei noch 2019 in den Handel ♥️

Es ist immer ein ganz besonderer Moment das fertige Werk in meinen Händen zu halten. Ein Glücksgefühl und gleichzeitige Vorfreude wie das Buch ankommt. Gerade bei Lesungen spüre ich den Blick der Kinder wie sie an meinen Lippen hängen und in die Geschichte eintauchen. Ein schöneres Feedback gibt es wohl nicht ♥️

Wohl anders

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„So geht´s, doch anders geht es auch!“

das Brecht´sche Wort

mystisch umwebt von Traumgedanken

wohl anders

und doch nicht falsch, nur anders!

 

So vieles mich ständig berührt,

ich könnte ein Gefühl von Glück beschwören,

ein Hochgefühl, wie es die Meereswelle,

in eleganter steter Wiederkehr,

zur Dreiecksflöte singt.

 

Und es gibt Dinge, die ich beschrieben,

die so zart und schlicht in meinen Worten ruhen.

Das Papier, das weht am Mast,

in einem dieser Meere,

die Wellen bringen diese Wiederkehr,

wohl anders,

aber doch zu dir!

 

©Text/Foto Karin Kronreif

Der fliegende Traum

wipfel

Einst saß ein Traum

auf hohem Wipfel

und blickte hinab

in ein Tal der vielen Seelen.

Suchend war sein Verlangen

doch nicht wissend.

Denn was weiß ein Traum?

 

So saß er da,

viele Tage und noch mehr an Stunden,

da wurde es einer Seele doch zu bunt

und nervend fragte sie den Traum:

„Was suchst du mit deinen Blicken?!“

„Dein Leben, meine Seele!“

„Das Leben lieber Traum, das wirst du in mir nicht finden!“

 

Da flog der Traum

vom hohen Wipfel

hinunter in ein Tal,

das ohne Seelen war,

Knochen und Asche auf Steinen und Kruzifixen,

doch ein Leben, das gab es in dem Tale nicht.

 

Der Traum flog wieder zurück,

zum hohen Wipfel,

und wissend meinte er zur Seele:

„Das Leben, liebste Seele, das bist du selbst.

So bleibe ich hier und warte,

bis du den Wunsch verspürst,

dich und mich –

als Teil des Lebens hinzunehmen.“

© Text & Bild by Karin Kronreif