Monolog

Ich liebe Abende,
die Stunden der Muse, der Einkehr,
blass und lächelnd,
wie Wasserrosen unter Lilien,
das Deuten heimlich trauter Zeichen,
die ihre Muster
in den weichen Schleier der Nacht gewebt.
Ich liebe Abende,
die wie kleine pulsende Kinderherzen
voller Erwartung sind,
eine rote Dämmerung nach der andern zeigen
und in die Zukunft weisen.

copyright by Karin Kronreif

Stunden die nicht weichen

Das Dunkel in dir drinnen,

es raunt und wispert

wie zauberflüsternder Spuk.

Und neben dir sitzt irgendwer,

Geschwätzigkeit quält dich mit Fragen,

nach der Vergangenheit und

nach Dingen die du einst geträumt,

nach all der himmelflatternden Sehnsucht deiner Jugend.

Verkappte Träumerin, verkappter Träumer?

Lass‘ diese Stunden weiterziehen, wie

ein grünes, schlankes Licht,

denn zurückbleiben werden immer

ewig seltsame sehnsuchtsgrüßende Bilder,

die wir doch niemals greifen können,

obwohl sie stets lebendig sind.

copyright by Bild & Text: Karin Kronreif

Mein Weg

Leicht ist‘s mir, ich gehe den Weg,
der mir die Schönheit zeigt,
das Spiel der Gräser, der Farben Blumen,
und die Liebe zu leben.
 
Klar ist‘s mir, ich mag den Weg,
der mich rasten lässt,
und Träume huschen wie Libellensäuseln,
Gedanken streifen Musenküsse zart.
 
Schwer ist‘s mir, ich schließe meine Augen,
spüre dich und fühle mich,
mag bleiben auf dem Weg,
und verstehe, das Morgen wird kein Morgen sein.
 
Schön ist‘s mir, ich öffne meine Augen,
das Besondere verliert sich fest in mir,
lässt Blicke zu und hält Augenblicke fest,
ich gehe und ich spüre dich bei mir!
 

copyright Text und Bild by Karin Kronreif

Vom Glauben und der Sehnsucht

Ich liebe Rosen, im Verborgnen blühend,

zart und ferne, liebe das Leben,

die Frage angesichts des Lebens,

denn ein Glaube ist die Frage eben.

In deinen Augen war ein Schimmer Rosen,

in Schalen, in Vasen geschliffen,

und Blatt für Blatt das Späte –

Du hattest meine Sehnsucht stets begriffen. 

copyright by Text und Bild Karin Kronreif

Tag der BuchliebhaberInnen

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Bücherliebe ist eine ganz besondere Liebe. Seine eigenen Bücher in Händen zu halten vertieft diese Liebe in eine ganz eigene Dimension.

Ich bin sehr glücklich in dieser Dimension nun leben zu dürfen. Es war ein sehr steiniger Weg, wie viele von euch vielleicht noch wissen. Aber nun sind die großen Steine gazellenartig von mir übersprungen worden. Alles ist gut geworden! Und… ich bin sehr stolz auf meine wunderschönen Kinderbücher.

Und weil schreiben eben ein Teil meiner Gedankenwelt ist, werde ich wohl nie damit aufhören. Für dieses Jahr ist ein Buch der besonderen Art geplant. Ich darf einmal verraten, dass es kein Kinderbuch sein wird. Lasst euch überraschen – ich werde es im Herbst präsentieren dürfen. Die Vorfreude steigt…

Ansonsten wünsche ich euch BuchliebhaberInnen einen schönen Ausklang des Tages…vielleicht mit einem guten Buch? ❤


 

Bisher von mir erschienen:

  • Der grüne Elf  (2019/Fairylandverlag)
  • Umwelttipps vom grünen Elf (2019/Fairylandverlag)
  • Fritzis ganz besonderer Weihnachtswunsch  (2019/Fairylandverlag)
  • Der weiße Elf  (2018/Fairylandverlag)
  • Der rote Elf (2017 /2. Auflage myMorwawa)
  • Wie kommt das Rot auf dein Osterei (2017/ 2.Auflage myMorawa)
  • Gedankenträume  (2015)
  • Tischkalender mit Lyrik und Fotografie (2016-2020)

Die Suche nach dem Glück

Die Suche nach dem Glück

Kennst du die Erzählung,

ein Moosmännlein hat sie mir zugeflüstert,

von einer Frau, die ausgezogen,

das Glück in ihre Arme zu schließen?

 

Ein altes Städtchen nahm sie auf,

wo Wirklichkeiten schwiegen;

ihr Schritt ging hallend durch die stillen Gassen,

und Katzen schlichen um wie Spuk und Traum.

Auf zarten Wolken saßen Märchen

und tranken Mondenglanz

und flüsterten und raunten,

gaben den Dunkelheiten ihre Seelen,

und Monde blickten aus bunten Scheiben,

vor alten Häusern hockten Träume,

sahen ihr nach und spannten

Fäden über Holz und Stein.

 

Sie ging weiter,

und fand das Glück in einem fernen Schloss,

aus hohen Kiefern war das Schloss gebaut,

und große Pilze waren Tische,

und wilde Wurzeln waren Stühle.

Grünes Moos dehnte sich zu Betten,

und Tannenzapfen leuchteten

als Lichter durch die Nacht,

als ob es ewig wär´ und immer.

 

Sie hatte des Glückes heißen Mund geküsst,

und von des Glückes lachend´ Lippen

da tropfte helles, rotes Blut;

am nächsten Morgen fanden Elfen sie,

sie lag in einem weichen Bett von Moos,

lag da, als ob sie schliefe,

rings von den Wänden starrten Käuzchen,

auf Tannenzapfen hockend, in den hellen Tag.

 

Zu ihren Füßen, da saß das Glück,

es saß in ihren goldnen Haaren wie in einem Bade,

das Moosmännlein öffnete die Tür,

da blickte sie hinaus,

zog weiter,

das Glück zu suchen,

wie eine Bitte, die das Wort nicht findet.

 

© Karin Kronreif

 

Liebe

♥️

Geigen irren durch die Zeit,
die wie golden sich in dich vergraben.
Denken schwindet
hinein in einen Wald von Nebelbäumen,
verzaubert, beinahe schon verwunschen.

Warmes Wachs fließt Tränen abwärts,
streichelt sanft der Schattenchöre Lieder.
Nichts braucht es nur das Wort der Liebe,
niemand sucht, das Märchen ist gefunden.

Da blick ich in den Raum mit Licht und Farben,
ein Lachen tanzt und schwebt hindurch,
denn Geigen irren durch die Zeit,
die wie golden sich in uns vergraben,
schwemmen Honigblätter an.

♥️

copyright by Karin Kronreif

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