Ich höre und höre nichts

DCF 1.0

Ich höre und höre nichts

und höre das Mühlenrad singen,

und rings war alles mit Grün bekleidet,

war alles wie Honig und Milch

und schön wie die Blumen der Wiese,

und Lächeln ruhte im Glück der Stunden.

Da baute ich meine Wehr,

so Stein um Stein,

und schlang ein breites Band –

mit breiten Bändern flattern Traum und Träume.


Ich höre und höre nichts

und höre das Mühlenrad singen

und kehrte der Wand den Rücken,

da schwoll es an und stieg zu Rande

und füllte so sehr den Raum

und lud so sehr die Nacht –

Es ist nicht um Lohn und Strafe,

doch hatte ich etwas versäumt,

und Nemesis hob spaltdünn die Lider,

ihr Blick, er schillerte grün.


Ich höre und höre nichts

und höre das Mühlenrad singen:

Einmal Glück, zehnmal Leid,

aber dies Stäubchen Glück

schenkt dir die Ewigkeit,

siehe dieses Glück,

siehe, dies Stäubchen Glück

heiligt das Leid.


(K.Julius) 

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16 Kommentare zu “Ich höre und höre nichts”

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