Schlagwort-Archive: Nacht

Die alte Nacht

201609df

Still zieht die Nacht

durch silberglänzende Weiten,

ein Vogelschrei vielleicht,

das Märchenlied der Bäume,

der Sterne Blinken,

ein leises Klingen, das

im Glanz nächtlicher Augen schwebt.

 

Und jung wird wieder

die alte Nacht,

sie zieht ihr graues Hemdchen aus,

entflieht in weite,

sonnenleuchtende Fernen,

versinkt in rauschender Zartheit.

Ein Lied, sich löst aus dieser Stille,

und Lächeln klebt im Kerzenschein.

 

Still zieht nun der Morgen

durch seidenfeine Weiten,

ein Vogelschrei vielleicht,

das Märchenlied der Rosen,

der Augen Funkel,

ein zartes Klingen, das

im Glanz der leeren Gläser schwebt.


© Text und Bild:  Karin Kronreif

Nächteleien

11401369_10206924948065858_6454271488127409678_o (1)

Haiku (7)

Gedanken fließen

treiben mit der Nacht in mir.

Rot bemalt den Blick.


Welch nächtlichen Gedanke hatte Rainer Maria Rilke ………..

Die Nacht wächst wie eine schwarze Stadt,

wo nach stummen Gesetzen

sich die Gassen mit Gassen vernetzen

und sich Plätze fügen zu Plätzen,

und die bald an die tausend Türme hat.

Aber die Häuser der schwarzen Stadt, –

du weißt nicht, wer darin siedelt.

In ihrer Gärten schweigendem Glanz

reihen sich reigende Träume zum Tanz, –

und du weißt nicht, wer ihnen fiedelt…


Wie unvergesslich eine Nacht auch sein kann…..

Musik in eine Nacht getanzt : Tonight


Foto © S. Mohr,  Haiku ©Sugar, Musiklink: John Legend, Choreography – Brave

Die dunkle Schönheit

10847492_10205673933151267_8457969922407780506_o

Das Dunkel deiner Seele

ist nur die Stille deiner Gedanken,

die kaum mehr braucht

als das Schlagen deines Herzens.


Alleine in dir darf sie blühen

sich entfalten

einfach so sein wie sie mag,

als dein Geheimnis.


Nicht das Helle um uns

scheint im Licht,

blicken wir hinein

erkennen wir das Anderssein.


Ein Hören dann und wann

als Wahrheit lachend,

wie schön die Nacht in uns,

vermischt das Leben mit dem Licht.