Schlagwort-Archive: Liebe

Die Liebe und das Leben

IMG_20170509_071329_886

 

Neben mir im Gras lacht das Leben

und trinkt aus seinen reichsten Schalen,

ich sitze, ruh und fühle

der Freude zarten Schein.

 

Will nur den Sonnenblick auf meine Wege streuen,

vergissmeinnichtumsäumt,

da senkt sich nieder ein warmer Glanz,

auf meiner Augen staunend Dank.

 

Ich fasse an das Blühen,

es hält und lässt sich streicheln,

der Bäume Rinde auch, das Farn,

das dicht und satt im Grün der Moose steht.

 

Neben mir im Gras,

da lacht mein Leben.

Ich sitze, ruh und fühle

der Liebe sanft umspielten Schein.

 

Text und Bild © Karin Kronreif

Achtundzwanzig Fragen

Gänseblümchen

 

Ich habe sieben Fragen:

Wie kannst du glücklich werden?

Ich habe sechs Fragen zu fragen:

Wie wird es den Menschen gehen?

Ich habe fünf Fragen

(eine für jeden Finger):

Wie kann ich die Zeit ertragen

bis wir uns wiedersehen?

 

Ich habe vier Fragen

(für dich) nach vierblättrigem Klee

Ich habe drei Fragen

(die alten) für dich nach deinen drei Wünschen

Ich habe zwei Fragen:

was ich dir sein und nicht sein darf?

Ich habe eine Frage:

Wie ich dich glücklich seh?

(Erich Fried)


Wiedergehört bei einem wunderbaren Abend von und mit Frank Hoffmann
„Liebe und so weiter…“

Valentin, Rosen und die Liebelei

Weil Valentin ist….weil mir mein Gedicht dazu gerade eingefallen ist….weil ich es euch heute nochmals „schenken“ möchte…..weil der Frühling bald kommt und ich die Kostbarkeit der Liebe, als eine besondere Dankbarkeit empfinde ❤

13320368_10209391821296147_5179399699016860249_o

ROSENLIEBELEI

Erinnerungen steigen hin,

wo Glück um Glück

im Meer der Rosen weht.

Gebilde, die die Nacht verschönern,

an Orten, die wie vom Paradies verzaubert,

ihre schweren Türen öffnen.

 

Rosendurchliebte Einigkeit,

die sanft im Spiel

von Licht und Schatten weht.

Schmetterlinge,

die sich am Wiesenrand über Halme neigen

und trunkensanft ihre Schatten werfen.

 

Es schwingt durch die Welt ihr Klang,

Liebelei, im hellsten Ton,

Geigen schimmern zum Regenbogen

und eine Rose verströmt den Satz

„Ach, wie ich dich liebe“

 

©Text: Karin Kronreif, Bild: Stephanie Mohr

Sanfte Stille

budda

Zwei Augen hab ich gesehen,

des Schlafes und der Träume,

bloß da, um das Licht zu liebkosen,

das sanft meinen Atem verhielt.

 

Und ich sah zwei Augen,

in deren dein Schimmer ungeweinter Tränen ruhte,

zart gefroren war der Schnee,

schlafdunkel dieser wunderbare Tag.

 

Zwei Augen hab ich gesehen,

des Schlafes und der Träume,

bloß da, um die Stille zu spüren,

die sanft meinen Atem verführte.


©Bild und Text by Karin Kronreif

Die alte Nacht

201609df

Still zieht die Nacht

durch silberglänzende Weiten,

ein Vogelschrei vielleicht,

das Märchenlied der Bäume,

der Sterne Blinken,

ein leises Klingen, das

im Glanz nächtlicher Augen schwebt.

 

Und jung wird wieder

die alte Nacht,

sie zieht ihr graues Hemdchen aus,

entflieht in weite,

sonnenleuchtende Fernen,

versinkt in rauschender Zartheit.

Ein Lied, sich löst aus dieser Stille,

und Lächeln klebt im Kerzenschein.

 

Still zieht nun der Morgen

durch seidenfeine Weiten,

ein Vogelschrei vielleicht,

das Märchenlied der Rosen,

der Augen Funkel,

ein zartes Klingen, das

im Glanz der leeren Gläser schwebt.


© Text und Bild:  Karin Kronreif

Einsamkeit

392212_2588083425025_1779699479_n1

Sind es Träume,

die an Worten hängen,

gesprochen, gedacht, so sanft,

flüsternd und klar?

 

Selbst Licht verliert nicht seinen Glanz.

Du fühlst die Sehnsucht,

an das Leben denkst du nicht!

Im Frieden ruht die Einsamkeit

und wundervoller, starker Duft

verströmt die Skala andrer Träume.

 

Es gibt nichts mehr,

was dich noch trüben könnte,

versunkene Gegenwart, Erinnerung –

wie ist es schön,

allein und doch nicht ganz allein zu sein.


©Text: Karin Kronreif  Bild: Stephanie Mohr

 

Eintritt frei!

orpheum

Es irrt die Seele

durch graubedeckte Straßen,

nichts wünscht sie mehr

als stehen zu bleiben.

 

Wandelfühlende Momente erblicken sich,

versinken in eine Sehnsucht

und verlieren sich

in einen einzigen Moment.

 

Es irrt die Liebe

durch zeitlose Plätze,

stolpert über ihre Hoffnung, kehrt ein,

und Blicke beginnen zu erkennen.

 

Zartbetrunkene Worte berauschen sich,

gewonnenes Glück steigt langsam auf,

rotumhüllt umspielt ein Hauch

der Bühne glückliches Leben.


©Bild und Text Karin Kronreif

 

Der rote Wald

10382263_10207698367560862_668115398283312223_o

Der Herbst ist milde wie ein sanfter Mund

und süßer Duft erzählt von wonnigen Küssen,

nun möchte er wandern durch den roten Wald,

möchte gehen weit, bis in die Nacht.

Bald ist wieder Stille,

ist Ruhe und Glück auf den Gipfeln,

wo sie und keine Schatten leben.

Das Schweigen denkt sich selber zu

und füllt den Raum,

wie ein Licht, der späten Liebe.


© Text: Karin Kronreif , Bild: Stephanie Mohr

 

Verliebtes

201609

Wie soll ich diese Tage nur beschreiben,

die wir einander haben?

Ein einziger Glanz.

Es ist, als sei ich ein Stern, der unter Sternen tanzt,

und tiefes Menschenglück

springt von deinen Lippen.

 

Wie soll ich diese Worte nur beschreiben,

die schweben zwischen dir und mir?

Ein einziges Glück.

Wir sitzen, plaudern, lauschen

und sehen einander in die Augen.

Ein Kuss, ein Händedruck, ein Streicheln,

und Stunden kommen, Stunden gehen

und werden dichter mehr und mehr.

 

Sieh‘ doch! Ich nehme all das Dunkle,

verberge es vor deinen Augen,

und die Liebe, sie ragt und ruht.

Kein Trennen, kein Verneinen,

in diesen glanzerglückten Nächten.