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Leben

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Bist du einsam?

Nimm doch deinen Blick,

nimm ihn fest und zeige ihm –

dein Leben.

 

Bist du müde?

Nimm doch meine Hand

nimm sie fest und lass sie fühlen –

mein  Leben.

 

Es ist klar und hell

es fließt das Verständnis

gefestigt, gehalten, einfach da

und nichts vergeht

nur verblühen wird die Sehnsucht.

Gefangen genommen vom Leben

entdeckte sie die Freiheit;

nun bleibt sie fort,

die Sehnsucht ist verschwunden

und die Klarheit nimmt Platz,

lehnt sich zurück und fragt:

 

Bist du einsam?

Dann nimm doch meinen Blick,

nimm ihn fest und ich zeige dir –

das Leben.

 

Bist du müde?

Dann nimm doch meine Hand,

nimm sie fest und lass es fühlen –

dieses wundersame Leben.

 

 

Welk sind nur die Blätter

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Welk sind die Blätter,

als wollten sie uns zeigen

das Schönheit in der Betrachtung liegt

und nicht in der Zeit des Alterns.


Wie liebevoll gestreichelte Falten

ruhen sie vor sich hin,

rollen sich ein und doch

sie strahlen im Warm ihrer Sonne.


Ein Liebesspiel der Zeiten

erhascht so manches Mal,

die Süße der Verführung,

die oft so nah in jedem Morgen liegt.


Ein Kuss, einer Versuchung lang

und Wärme fühlt sich an wie Gold,

doch bleibt das Zarte, das Schlichte,

das Leise und nickende Verstehen.


Welk sind nur die Blätter,

nicht das Fühlen ruht in mir

der Blick daneben,

zeigt mir oft den Genuss zu leben.


Werden, Blühen und Verblühen

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Ich liebe die Stille in mir,

die Hügel des Lebens,

das Schweigen des Augenblicks,

und in der Ferne

die Fenster einsamer Sehnsucht.


Ich liebe das Singen der Grillen,

das Steigen der Glühwürmchen,

die Weite des Nachthimmels,

liebe die Menschen,

in ihrer Zerbrechlichkeit und Macht.


Und liebe die Drohung der Unendlichkeit,

denn ich wurde, bin und vergehe,

wie alles Lebendige

ein Werden, Blühen und Verblühen ist.


Die Gerade im Leben

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Die Gerade im Leben

als Weg der Geometrie

als Messpunkt der Zeit

im Pendel ihrer Pole.


Exakt verlaufend

kaum abweichend,

weil eine Gerade nur

gerade sein darf!


Das Leben zieht diese Grenze

für sich ganz alleine,

wie auch das Herz und der Geist

der Anfang und das Ende sind!


Dazwischen können wir,

wenn wir nur wollen

jede Gerade für uns

als Besonderheit des Lebens sehen.


Und plötzlich spüren wir

die Kraft und Energie

die zwischen diesen Punkten lebt,

ohne die es viel zu wenig gäbe.


Nämlich kein du mit mir

auch kein hier mit dort

oder ein wir mit euch.

Es gäbe wohl nur ein Ich!


Des Blickes Kleinigkeit

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Die Sicht der Dinge

in all ihren Unterschieden

schenkt dir ein Bildnis dessen

was nur du sehen magst.


Doch so manches Mal

da tauchst du ein

in des Blickes Vielfalt

das dein Sehen so anders macht.


Du erkennst das Große zwar

doch die Feinheiten

in ihren Winzigkeiten

bleiben dem Glück oft fern!


Dabei ist es das Kleine,

das ganz nah bei uns wohnt

in der Besonderheit

unseres Lebens!


Foto  ©Ilse Cigler

Die Farben des Lebens

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Die Farben des Lebens

spiegeln die Seele

im Laufe ihrer Zeit.



Denn die Kraft des Tuns

verrinnt in  Unterschieden

aus ihren Grenzen hinaus.



Die Blässe der Vergangenheit

trotzdem zu erkennen

und das Prächtige davor

als Zukunft zu lieben.



Nicht immer ist das Neue

anders als das was war,

aber die Stärke der Hoffnung

versprüht den Glauben hinzu.



Den Blick zu schärfen

um der Farbenfrohheit

ihre Vielfalt zu geben

und all den Menschen

unsere Achtung dazu.

Mehr als ein Stück Holz!

Venedig Schlüsel

Da sind sie –
unsere Laden
das geheimnisvolle Holz!

Das edle Stück
verziert ganz fein
mit Schloss und Schlüssel.

Doch was verbirgt sich darin?
Was bewahrt es auf?
Ist es ein Schatz?
Oder nur banal?
 
Liegt darin die Zukunft
oder die Vergangenheit?
Ich denk, es wird wohl beides sein!

Versperrt oder geöffnet –
so wie das Leben es möchte
liegt es in diesen Laden.
Manches bleibt für immer darin
und so manches holt man gerne heraus.

Es sind zwar nur Laden
doch können auch diese
für uns besonders sein!

©sugar4all

Nachhaltig“keit“

Nachhaltigkeit – ein Wort das mir anfangs nicht wirklich gefallen hat!Was sagt es aus? Wird es verstanden? Oder geht es in der medialen Welt der „In-Wörter“ unter?

Nachhaltigkeit – der Mensch und die Umwelt. In einer Zeit, wo nicht einmal Regierungsperioden in ihrem gewählten Zeitraum Beständigkeit haben. Wo ein Wirtschaftsdenken nur Perioden von Quartalen maximal zulässt. Wo so vieles so kurzfristig ist, wie die vielen Lebensmittel die täglich im Müll landen, weil sie bereits morgen nicht mehr verkauft werden „können“!?!

In dieser Zeit reden wir über Nachhaltigkeit – wir müssen an unsere Generationen denken – die Welt muss nach UNS auch noch halten!!  Dabei halten wir sie in unser aller Händen….wir halten sie AUF….wir denken vielleicht an morgen….aber nicht an übermorgen….das ist schon wieder zu weit weg!

In 30 Jahren wird nichts mehr so sein wie wir es uns überhaupt vorstellen WOLLEN! Nicht einmal in 2020 werden großgesteckte ökonomische Ziele vieler Länder erreicht werden. Wir lesen es, wir unterstützen vielleicht Aktivistengruppen und hoffen, dass diese für uns die Welt retten. Aber dann, wenn wir vor den überfüllten Lebensmittelgeschäften stehen, ja dann, wird doch die Erdbeere im Dezember gekauft. Und bevor wir eine neue Druckerpatrone kaufen, dann kaufen wir gleich einen komplett neuen Drucker samt Patronen….ist ja egal .. ist ja billig ….Es wird nicht weitergedacht und in unserer Konsumgesellschaft auch nicht nachgedacht! Obsoleszenzen? Regionales Obst und Gemüse? Warum? Alles ist da….und es wird gekauft! Billigst im Überfluss, bei Lebensmittel, Kleidung, Geräten,…………

Und doch ….da gibt es gute und sehr schöne Ansätze die mich berühren. Da gibt es vor allem junge Menschen, die sich damit auseinander setzen….. Vereine zur Nachhaltigkeit zu gründen, das Biokisterl fürs Büro zu organisieren, Kleidungs-Tauschbörsen zu veranstalten, ihre Zeit im Internet zu nutzen um zu sehen, wo kann ich umweltfreundlich einkaufen, wo gibt es das Fleisch vom Bauern, Veggie-Wochen zu starten usw……..Und ich habe das Glück, von solchen Menschen umgeben zu sein, fühle mich wohl weil ich selbst so denke und handle…und weil mein Konsumdenken ein bewusstes geworden ist. Die Aussagen, „was kann ich als Einzelner schon bewegen? – gar nichts!“ …das zählt bei mir nicht…gerade JEDER EINZELNE kann ALLES bewegen….es muss nur getan werden.

Mein Sohn mit 11 Jahren hat es bereits recht gut verstanden, aber es liegt eben auch an uns Erziehungsverantwortlichen……was spiegeln wir und wie leben wir es vor??

Nachhaltig – nicht in einer Wegwerfgesellschaft lebend! Nachhaltig – an die nächsten Generationen denkend!

Nachhaltig …….. ist eigentlich der Mensch selbst – und daher könnte das bewusste Handeln der Nachhaltigkeit…. unsere Erde erhalten! Ich glaube fest daran……………..

🙂