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Herbstverträumt

18_10_15 prater_hauptalle

Blätter die träumen

und im Schlaf versunken

ihre Sehnsucht stillen

wünschend, fordernd

im Drang von Denken und Zeit.


Schlicht, im Herbstgewand

bedeckt mein Gestern.

Ruhig und zart

küsst das Blatt die Erde

vergräbt die wohlige Erinnerung.


Der Morgen wird vergehen

in den Schritten meines Weges,

die Schönheit streichelt

und berührte den Raum der Seele,

wandert weiter

und Blätter träumen.


Der Jahreszeiten Schönheit

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Ich liebe sie,

die Frühlingsabende,

die Wiesen, weich und dunkel,

das zerschmelzende

und sich verdichtende Gewölk,

die Bäume, verweilend im Welken,

das erste, zarte Grün,

wispernd und zitternd

im steten Wechsel von Schatten und Licht.

Ich liebe das zögernde Scheiden der Sonne,

die Schleier aus versponnenem Dämmer,

die Stille der Erwartung.


Ich liebe sie,

die Sommerabende,

wenn durch Stunden und Worte,

die Natur den Atem verhält,

die Vögel im Flug verharren,

und die Wiesen ihren Duft

voller Träume,

würzig und goldgelb verströmen.

Ich liebe das blauflutende Zwielicht,

die Luft, die wie Seide mein Gesicht gestreift,

wenn der Pulsschlag der Nacht

langsam aus endlosen Weiten näher rückt.


Ich liebe sie,

die Abende des Herbstes,

noch einmal das Ersehnte,

die Träume, die Rosen und du,

und alles schon etwas flüchtig,

der Wind, das bunte und feuchte Laub,

die Sonne verrostend,

ein Abschluss, wenn auch nur in Dingen

und doch in Träume schwer.

Ich liebe diese Stunden,

der Traurigkeit nahe und doch

versucht, das Vergangene zu tragen.


Ich liebe sie,

die Winterabende,

den bange träumenden Mond,

den Frost,

der mich wie jähes Staunen trifft,

wenn die Haut die Kälte spürt,

und die Sehnsucht erwacht

nach Sonne und Licht,

dem Zauber der Pfirsichblüte,

nach Rose, Wiese und Klee.

Ich liebe das weiße Meer der Vergängnis

als das Tor

zu einem neuen Frühling.


Sternenbaum

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Glitzernd frech

fast wie schelmisches Grinsen

baumeln sie

im Warm der Sonne.


Der Himmel  tiefenblau

lässt keiner Wolke

ihren Raum

und der Wind

er haucht nur sanft.


Das fühlen sie,

die gut gelaunten Blätter

und lassen ihr gelb und braun

im Stolze glänzen.


Und je weiter weg dein Blick

umso strahlender das Wirken

fast so, als wären diese Blätter

Sterne, die den Baum verzücken!


Ein sanftes Schweben

Er lässt wenig zu

aber doch;

das Nichts wäre zu viel

ein Alles nicht wirklich.


Aber genau das macht ihn aus

das leichte Durchschimmern

erkennbar in Silhouetten

in dem dahinter!


Und nachts

wenn die Stadt zu Ruhen beginnt

bleibt er bei ihr

legt den Mantel über den Schein der Lichter

und dämmert ein wenig ein!


Schwebt sanft weiter

und umhüllt den Morgen,

verklärt die Natur

und löst sich auf

als wäre er nie dagewesen!


Und doch

er kommt bestimmt wieder –

die Herbstzeit wäre nicht so geheimnisvoll

ohne ihn – dem  Nebel!

Danke, mein Herbst

Schwebend, leicht und zart

nicht ankommen wollen

die Erde nicht spüren

das Schweben als Ewiges


Nicht alleine – nein

begleitet von so vielen

die tanzend von ganz oben

dem Wind die Hände reichen


Auch dann wenn alles ruht

alles um sie in Stille weilt

fallen sie so sanft hinab

an Orten die sie nie besuchten


Das Ankommen als leise Landung

eine Heimkehr in freudiger Erwartung

der Erde,  die zufrieden sich verneigt:

„Danke mein Herbst – für jedes deiner Blätter“

©sugar4all

Der Herbst – kann leben!

Der Herbst der ist traurig, so meint man, weil die Natur sich verabschiedet. Manche sagen sogar, die Natur – sie stirbt!

Doch nein, ich sehe es anders. Der Herbst, den ich so sehr liebe, der schenkt uns auch Leben. Er zeigt sich in den schönsten Farben und wird dadurch so lebenswert. Die Wedel der Gräser – so unglaublich in ihrer Pracht. Den ganzen Sommer sind sie unscheinbar, aber dann ranken sie empor als wollten sie uns sagen: „Schaut, wie mächtig wir doch sind!“

Das Laub der Blätter, nein das stirbt nicht – es lebt! Der Wind, der hilft dem Laub dabei und gemeinsam tanzen sie und manchmal, ja da möchte man sogar mittanzen! Auch die welken Blätter machen sich bemerkbar, wenn sie knirschend unter unseren Beinen sind. Und wenn ein großer Blätterhaufen uns zuhören lässt und uns bis ins hohe Alter Freude schenkt. Freude mit den Beinen durchzuschleifen, um jedes Blatt einzeln wegzuschießen!

Da ist kein Sterben spürbar, nein das ist ein Ruhen!  Ein Vorbereiten auf etwas Neues ! Vielleicht sogar ein Schlafengehen, um dann im Frühjahr zu erwachen. Und das macht die Natur dann auch, denn wir sagen : „Sie erwacht!“ Würde sie davor sterben, dann könnte sie nicht erwachen! Also ruht sie, schläft sie und bis sie das tut, sollten wir den Herbst genießen. Ich freue mich auf das Farbenspiel und auf viel Neues – dann – ja, genau dann!