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Hoffnung zu leben

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Licht fließt hinweg über lautlose Flächen,

aus schweigenden Tiefen erhebt sich schwer das Dunkel,

Patrouillen des Todes,

Wesen mit Händen aus Stahl,

mit automatischen Gewehren,

Pistolen, Handgranaten, Bomben

sie schleichen aus stinkenden Fernen.

Erlösung heißt die Hoffnung,

in der Bitterkeit der Flucht

und Menschen schreien

hinaus in die Welt,

hinein in ihre zarte Seele

die wie auf Tränen schwimmt.

Die Hoffnung zu leben

ein Quell der nie versiegt.

Gedanken zur Freiheit

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Beginnt Freiheit mit dem ersten Schrei?

In diesem wunderbaren Augenblick………

Endet Freiheit mit dem letzten Hass?

In dieser grauenvollen Hetze……….


Ist die Mitte zwischen hier und dort nun Freiheit?

Oder ist Freiheit nur ein Gedanke, weil niemand hier auf dieser Erde, frei leben kann?

Ein Wunsch das Schlechte zu vergessen und die Freiheit im Frieden zu erleben?


Darf ich bleiben um zu leben?

oder muss ich sterben weil ich lebe?


Warum kann ein Herz nicht denken?


Fragen sind gut…..weil das Leben dieser armen Flüchtlinge viele Fragen stellt!

Fragen sind wichtig…..weil wir damit denken lernen!

Fragen an all die Politiker…..warum sie versagen…so jämmerlich versagen?!

Und letztendlich frag ich mich, was kann ich tun…ich als „frei“ lebender Mensch in einem der reichsten Länder der Welt….was kann ich tun?

Helfen….auf die Straße gehen…..die Jugend motivieren…..meinem Sohn erklären, dass „WIR“ – die meinige Generationen, wohl das Schlimmste hinterlassen wird…..das Schlimmste welches in der Geschichte immer wieder und immer wieder passierte…..

……….einen Trümmerhaufen an Elend…an Unmenschlichkeit….an Menschenhass….an Mord…an Hetze…..und ich kann ihm aber auch erklären, dass es doch sehr sehr viele gibt, die so wie ich, dagegen halten und den Glauben an die Menschlichkeit NIE verlieren werden!


Freiheit muss wohl grenzenlos sein…..so sang es schon Reinhard Mey

Freiheit sollte keine Grenzen kennen…..sonst wäre sie nicht frei!

„Stell dir vor es ist Krieg und keiner geht hin“…….mein Gedanke dazu:

„Stell dir vor es gibt Schlepper und die Grenzen sind offen“


Am Ende ist das Leben

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Meine Beine sind so schwer

sie tragen kaum mehr diese Last,

die Last meinen Körper

in eine neue Welt zu retten.


Meine Beine sind so schwer

und doch

jede blutverschmierte Erde

jedes tobende Gewässer

jeder zerbombte Weg

berühren sie

in der Hoffnung zu leben,

weiterzugehen

immer weiter.


Meine Beine sind so schwer

die vielen heimatlosen Schritte

das Laufen raus aus dem Tod

hinein in den Beginn

eines neuen Lebens,

auf brennenden Sohlen

aus dem Feuer der Angst.


Hilf mir –

die Kraft entweicht

kein Schritt mehr möglich

……..

meine Beine werden leicht –

am Ende ist doch Leben.



Gedanken einer Flucht. Am Ende ist das Leben!

Wir können helfen – wir müssen helfen! Danke!

Die Frau mit den blauen Schuhen

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Heute zur Mittagszeit Aufbruch ins Flüchtlingslager nach Traiskirchen. Ein Transporter und ein PKW voll Spenden. Spenden die eine Kollegin von mir in unserer Firma ins Leben gerufen hat! Wir wollen helfen…und zu einer Spendenaktion wurde aufgerufen und heute war es soweit.

Los ging es…knapp 40 Grad…rein ins kühle Auto…Rand voll mit Spenden…Kleidungen..Schuhen…vielen Rucksäcken und Taschen (die werden dort so dringend benötigt)….Schlafunterlagen für die vielen Nächte im Freien…Kinderspielzeug und und und….

Wir kamen an…sahen bereits Menschen,die unter Bäumen Schatten suchten…da war es also…..das Flüchtlingslager…wo um 2.500 mehr Menschen untergebracht waren, als überhaupt Platz ist…hier ist es…ich spürte mein Herz schneller klopfen…. im Geiste dankte ich meiner Kollegin für diese Aktion…..

Im Hinterhof des Spendenzeltes angekommen, traf ich eine sehr ruhig wirkende Frau, die für all die Spenden zuständig war. Dankbarkeit war in ihrem Gesicht zu erkennen aber auch ein Hilfeschrei…wohin mit den vielen Spenden? Das Zelt erschien mir viel zu klein…Kistentürme…Kleidungen…vorsortiert und dann die vielen Spenden die erst alle ausgeräumt, sortiert und in beschriftete Kisten eingeräumt werden müssen….doch sie strahlte so eine wunderbare Ruhe aus und erklärte, dass wir gleich zum Ausräumen Hilfe bekommen würden. Als ich wieder vor das Zelt ging, standen bereits eine Handvoll Männer da….und noch immer so eine Ruhe! Vielleicht weil sie alle eine andere Sprachen sprechen? Weil sie einfach nur froh waren etwas zu tun? Wir öffneten den Transporter und in Windeseile wurde Kiste um Kiste und Sack um Sack ausgeräumt….ruhig…so ruhig..mitten in der prahlen Mittagshitze. Plötzlich sprach mich eine Frau an….ganz ganz gebrochenes Englisch…und zeigte auf ihren Schuh?…ich verstand…sie wollte wissen, ob wir Schuhe mitgebracht hatten. Sie hatte Flip Flops an..viel zu klein…und sie deutete auf das Riemchen welches ihr bereits eine große Blase machte .Ich holte vom Auto einen Sack voll Schuhe und die Frau hockte sich nieder und nahm ruhig und andächtig Schuh für Schuh heraus. Und da erblickte sie einen blauen Wasserschuh…einen den man im Urlaub ans Meer mitnimmt…sie sah den Schuh …und lächelte…ich deutete meinen Daumen nach oben. Sofort probierte sie ihn….er passte…sie lächelte mich wieder an…stand auf und ging ein paar Schritte. Ich spürte dieses Glück in ihr…ein Schuh..ein Gummischuh..sie war in diesem Moment mein Aschenputtel! Sie zeigte wie sie glücklich war, denn dieser Schuhe hatte keinen Riemen…er ging ihr bis zum Knöchel…ihr Fuß in Gummi eingepackt…und er passte ihr…so perfekt!

Sie stand da und blickte immer wieder auf ihre blauen Schuhe und in diesem Moment wollte ich das Glück in einem Bild einfangen. Es ist qualitativ kein hochwertiges Bild…es ist eine Momentaufnahme…und als ich das Foto dann am Heimweg auf meinem Handy betrachtete, sah ich, wie sie sogar ein wenig ihre Hose hochzog…sie war einfach in diesem Moment glücklich….diese kleine Frau mit den blauen Schuhen.

Ich kann nur jeden ans Herz legen…..etwas zu tun! Als ich die Flüchtlinge heute sah, dachte ich …also hier leben sie….und ja…sie LEBEN !! Ich verneige mich vor den vielen Helfern!

DANKE!