Die Bedeutung

Was bedeutet die Bedeutung für einem selbst?  Wie geht es Menschen die ihren Job verlieren? Menschen die den Partner verlieren oder verlassen wurden? Die an sich selbst zweifeln und sich die Frage stellen: Welche Bedeutung habe ich noch im Leben?!

Es leben so viele Menschen alleine, weil sie niemanden haben. Aber auch weil sie niemanden sehen wollen. Menschen, die aus vielen Lebensgründen scheu geworden sind oder die Freude am Leben verloren haben.

Doch die Bedeutung, die wir in uns tragen und die wir als das Wichtigste empfinden sollten, die kann nicht immer in der ersten Reihe stehen! Oft versteckt sie sich, doch es liegt an uns, sie immer wieder aufs Neue hervorzuholen! Oft sind die Bedeutungen, die einmal wichtig waren, bedeutungslos geworden! Die neuen Bedeutungen müssen aber erst entdeckt und gefunden werden. Und dieses „Herauslocken“ ist ein Teil Glück wieder spüren zu können. Und wenn wir Glück spüren, dann spüren wir auch wieder unsere Bedeutung und uns selbst!

Zerrissen von Bedeutungslosigkeiten
ging ich den schmalen Pfad entlang
ich sah mich nicht um
wollte der Bedeutung mehr Raum geben.
 
Blieb stehen und erfreute mich dessen
was ich zu sehen bekam
ein Paar auf einer Bank sitzend
vertieft in einem Raum der Gespräche.
 
Hier also war es
das mir verloren ging
ich blieb stehen und sah ihnen zu
wie sie vertieft sich erklärten.
 
Es war als sah ich mich selbst
auf dieser Bank dort sitzen
so ging ich zurück mit meiner Bedeutung
und einer Hoffnung dazu!
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Das „Ohne“ Monat

Ich läute das vegetarische Monat ein!

Ich freue mich darauf und werde zurück erinnert an eine Zeit, als es in Wien noch den Schlachthof gab. Eines morgens machte ein Radiosender von den qualvollen Sterben in diesem Schlachthof publik und zu hören waren Tierlaute…es war damals für mich so schlimm, sodass ich beschlossen hatte, sofort und auf der Stelle, vegetarisch zu leben!

Paul McCartney: „Wenn die Mauern der Schlachthöfe aus Glas wären, würde jeder Vegetarier werden.“

War schwierig in der Zeit damals, denn da war noch keine Rede von der Vernunft der Vegetarier. Das waren spinnende Randgruppen. Mir war es egal und ich zog es ein Jahr durch! Dann stieg ich auf das bewusste Fleischessen um, aber ich aß nie mehr Tierbabys. Bis heute will man mir erklären, das sei das beste Fleisch. Nein, ich esse es nicht und werde es auch nie mehr essen!

Es wird ein sehr bewusstes „Ohne“ Monat. Eigentlich sollten wir alle mehr darauf achten, wie wir mit Tier und Umwelt umgehen. Wie alles nur aus Profitgier zerstört wird. Wie kostbares Leben weggeworfen wird.

Bertha von Suttner:“ Wer die Opfer nicht schreien hören, nicht zucken sehen kann, dem es aber, sobald er außer Seh- und Hörweite ist, gleichgültig ist, dass es schreit und zuckt – der hat wohl Nerven, aber – Herz hat er nicht.“

Gespannt bin ich auch, welch köstlich kulinarische Zaubereien entstehen werden! Mein Körper und mein Geist werden es auf jeden Fall danken und die Tierwelt bestimmt ebenso!

Wilhelm Busch: „Mit allen Kreaturen bin ich in schönster Seelenharmonie. Wir sind verwandt, ich fühle es innig, und eben darum liebe ich sie“.

Ein Lied für meinen Sohn

Das Herz hat viele Dimensionen zu lieben.

Ich bin dankbar und voll Glück, dass ich seit genau 11 Jahren eine davon, in meinem Herzen tragen darf.

https://www.youtube.com/watch?v=IE1EB1kPL48&feature=related 

Ich liebe dich
Mehr als Worte sagen
In jedem Atemzug
Bis ans Ende meiner Tage

Schließe deine Augen
Und träume, träume dich selbst
Leb dein Leben
Lauf der Hoffnung entgegen
Liebe zeigt dir den Weg

Der W – Ein Lied für meinen Sohn

 

Das „Sonst“

Es war einmal……ein kleines besonderes „Sonst“. Es war so klein und winzig, dass man es kaum bemerkte. Immer wieder wurde es von den großen und dicken „Räubern der Zeit“ verdrängt und weggestoßen.

Die „Räuber der Zeit“ konnten wachsen und wachsen. Sie schafften es sogar so groß zu werden, sodass sie Teile der Erde in ihren Schatten stellten.  Die Menschen dieser Erde lebten mit diesen „Räubern“ jeden Tag , jede Stunde, oft jeden Augenblick. Sie kannten sie nicht persönlich, aber sie spürten wenn der Schatten kam, diesen nannten sie „Stress“. Und da viele Menschen versuchten mit dem „Stress“ zu leben, wurden die „Räuber der Zeit“ nicht vertrieben, sondern fühlten sich sehr wohl.

Aber was passiert mit dem „Sonst“ ? Es gibt schon noch ein paar wenige Menschen die sich darum kümmern. Die es wertvoll schätzen und die sich freuen, wenn es vorbeischaut und es oft gar nicht mehr weiterziehen lassen wollen.

Und wenn das „Sonst“ auf solche Menschen trifft, dann bekommt es viele schöne Kosenamen. Es wird dann oft „Ach tut mir das gut“……“Zufriedenheit“ ….oder einfach „Glück“ genannt.

 

Nur 4 Minuten

Das wir in einer schnelllebigen Zeit leben ist klar und es hat auch Vorteile. Darüber mag ich jetzt gar nicht philosophieren….aber dass diese Schnelllebigkeit die Achtung vor Menschen verliert, das erstaunt mich immer wieder aufs Neue.

Letzte Woche, in einem Supermarkt, gegen 18 Uhr. Wie immer jeder genervt, jeder braucht noch schnell ein paar Sachen, jeder ist froh wenn er endlich zu Hause ist. So aber nicht die, die an der Kassa sitzen, um bis 19.30 ihr Geld zu verdienen und diesen stressigen Launen ausgeliefert sind. Und um diese Zeit ist auch meistens nur mehr eine Kassa besetzt, klar….und hier beginnt bereits das Unheil!

Sobald mehr als 3 Personen anstehen…nicht vergessen mit vielleicht 3 – 5 Sachen im Arm haltend…schreit die vierte Person, die soeben dazustoßt: „KASSA BITTE ! Kann man eine neue Kassa aufmachen! Des ist ja ein Wahnsinn wie lange das dauert !“ Höflich verneint die Kassiererin die Frage:“ Leider, um diese Zeit gibt es nur eine Kassa!“ Die vierte Person stöhnt nervig und dreht sich um , weil hinter ihr bereits ich dazugekommen bin. Schaut mich an und verdreht die Augen. Ich beachte sie nicht und denke mir meinen Teil.

Ein neuerliches Stöhnen mit einem gleichzeitigen Fußwippen und immer wieder die Worte: “ A Wahnsinn wie lange das dauert !“ Endlich konnte die genervte Frau ihre 4 Sachen auf das Förderband legen…das Geld bereits in der Hand haltend…und wieder mit einem hörbaren Stöhnen. Verstrichene Zeit: ca. 45 Sekunden…. Person Zwei will zahlen, doch die Bankomatkarte funktioniert nicht …Es dauert ca. 30 Sekunden bis die Kassiererin das Zahlungsproblem gelöst hat und Person Drei an die Reihe kommt. Verstrichene Zeit: ca. 1 Minute 30 Sekunden. Person Drei hat Obst nicht abgewogen und so muss die Kassiererin aufstehen und das Obst abwiegen… LAUFEND…Person Vier stöhnt erneut mit den Worten: „Des gibt’s ja nicht!“ Im flotten Schritt eilt die Kassiererin mit dem abgewogenen Obst zurück…und kassiert…verstrichene Zeit: 1 Minute 40 . Jetzt kommt Person Vier endlich an die Reihe. Die Kassafrau grüßt höflich…keine Antwort von Person Vier…sie verdreht wieder die Augen , stöhnt erneut, zahlt und verschwindet grußlos. Gesamtdauer vom Anstellen bis zum Zahlen …ich denke nicht ganz 4 Minuten! Wir sprechen hier von 4 Minuten…das ist NICHTS….das ist gerade eine Qi-Gong-Aufwärmübung um in die richtige Atmung zu kommen. Wegen 4 Minuten gibt es keine Achtung vor dem Job der Kassiererin…kein Grüßen ..nur miese Laune und ständig lautes Stöhnen?!

Wie traurig ist das eigentlich….

Als ich dann an der Reihe war, schenkte ich der Kassiererin ein Lächeln und die Worte:“ Sie haben es in ihrem Job auch nicht leicht!“….Mehr konnte ich nicht tun, aber zumindest bekam ich ein Lächeln zurück!

Dein Weg

Wirst du geboren, dann begleitet man dich – und zeigt dir „deinen“ Weg!

Irgendwann gehst du dann alleine – willst deinen eigenen Weg finden und dann triffst du Menschen, die dir wichtig sind und dein Weg wird breiter.

Du gehst nicht mehr alleine und du bist nicht mehr alleine.

Die Entscheidung diesen breiten Weg zu gehen überlässt du deinen Gefühlen, deinem Herzen und wenn der Verstand dazu kommt, dann wird der Weg schmäler, weil du merkst, dass es für dich besser ist, die Übersicht zu bewahren.

Du gehst diesen Weg und er wird nicht gerade sein und er wird nicht eben sein.

Du freust dich auf jede Biegung, weil du dich auf Neues freust.

Es stören dich die großen und vielen kleinen Steine nicht, weil du die Herausforderung brauchst!

 Nur eines magst du nicht – du drehst dich nicht um, du blickst nicht zurück!

Du brauchst das Ziel vor dir – auch wenn du nie wissen wirst, wo dieser Weg enden wird!

Ein ganz besonderer Duft

Der Duft eines Waldes ist nichts mit nichts vergleichbar und kaum mit Worten beschreibbar. Wenn man es einmal bewusst erlebt und in sich verinnerlicht hat, erst dann wird der Zauber einem nie mehr loslassen.

Bei mir beginnt es dann, wenn ich meine alten und so sehr geliebten Wanderschuhe heraushole. Sie mit Freude anziehe und gegen keinen „high quality Trekking Schuh“ eintauschen möchte. Dieser Schuh hat meine Beine auf so viele Berge und in so viele Wälder getragen….er gehört einfach zu mir!

Es war wieder soweit…..das Ziel eine kleine bewirtschaftete Alm im Kaponigtal…ein schöner Wanderweg links und rechts umgeben von traumhaften Nadelwälder und genau diese Wälder, die brauchen meine Seele…. Ich ging langsam und bewusst…das Verlangen vom Weg abzubiegen, um in meine Welt einzutauchen. Und da…..etwas rotes blinzelte mich an…mit zwei großen Schritten stieg ich den Hang hinauf….da stand er…ein Fliegenpilz….wunderschön und in seiner Wichtigkeit so stolz. Die Kappe groß und knallig und neben ihm ….noch einer…ein wenig von Nadeln und Laub zugedeckt…noch klein und jung und die Kappe prall und nicht geöffnet….mein Herz klopfte….ein Gefühl so wunderbar.

Ich ging ein wenig weiter…die knorrigen Äste , der von Wurzeln bedeckte Boden, das Moos.. all das ließ meine Seele springen aber vor allem dieser Duft…dieser ganz besondere Duft…nach altem und neuen Leben…nach Sehnsucht und Hoffnung …nach Stille und Ehrfurcht …nach Tier und Mensch!

Dieser Duft nach Wald – nach Leben – nach unserer Verantwortung! Mögen wir Menschen uns dessen doch mehr bewusst werden…..das wünsche ich mir!

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