Die Zeit

 

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Die Zeit wurde sehr müde und als sie eines Abends den Schlaf begegnete, legte sie ihren Kopf an seine Schulter:

„Ach lieber Schlaf, wenn ich doch nur für eine Sekunde mit dir tauschen könnte. Nur einen Moment ruhen und nur einen kleinen Augenblick träumen.“

Der Schlaf strich in ihr zerzaustes Haar, entfernte dabei kleinere und größere Uhren und mit gähnender Stimme antwortete er:

„Ach meine liebe Zeit, wenn du ruhst dann gäbe es nur die Gegenwart und keine Vergangenheit. Auch die Zukunft wäre weg.“

„Wem würde das stören, mein lieber Schlaf?“

„All jene die Erinnerungen lieben und mit der Hoffnung leben.“

Da richtete sich die Zeit auf und in der nächsten Sekunde war sie verschwunden!


© Text Karin Kronreif  und einen lieben DANK für das Foto an  Arno von Rosen ❤

 

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Melancholie der Seele

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Erst bäumst du dich,

dann wirst du wie Natur –

Du harrst gefügig eines Schicksals,

das, gütig oder hemmungslos,

die Färbung deines Denkens zeigt.

 

Es fühlt und ist

wie das Begreifen von Musik

und Beben wacher Inspiration,

wo keiner wartet und niemand ruft.

Nur die Stunden rinnen,

wie in eine Schale,

mit Bildern und Träumen ein.

 

Über glasige Eisbergspitzen

rollt bald matt das Rad der Sonne.

Der Norden ist Boreas Licht,

Helles und Lichtes trägt er für dich.

 

Siehst du die Melancholie, wie wunderschön sie ist?

© Foto und Text Karin Kronreif

Nach einer kleinen Pause bin ich nun wieder bei Euch ❤

Manchmal sind Grippeviren unerträglich, vor allem als sie es wirklich schafften im Doppelturbopack bei mir einzuziehen. Mein emphatisches Herz hat sie jetzt aber vor die Türe gesetzt, was zu viel ist, ist einfach zu viel 🙂

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