Archiv der Kategorie: Sugar&Mohr

Ein poetisches Zusammenspiel von Bild und Text!
Texte: © Karin@sugar4all
Fotos: © Stephanie Mohr

Herbstidylle

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Einsamkeit und Idylle

haben die Stille schätzen gelernt,

vertraut sind die Bäume rings im Park,

verträumt, des Horizonts Konturen.

Kein Nichts stört und will gestört sein,

kein Ton verklingt, will nur erklingen.

 

Einsamkeit ist auch Idylle

und Frieden weht Gedanken an.

Es ist die Vielfalt der erwachten Träume,

die meisten Fragen schweben weiter,

zu Boden fällt nur…..buntes Laub.

 

 

© Text: Karin Kronreif , Bild: Stephanie Mohr

Festgehalten

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Zwischen Unendlichkeit und Ewigkeit

spannt sich das Seil,

auf welchem Menschen wandeln müssen.

Die eine Hand greift nach dem Seil,

die andere verbrennt sich

an der romantischen späten Rose.

Wenn du fällst,

dann auf die Erinnerung zurück,

von Rabelais bis Sade,

Erkenntnis, nicht Erklärung, hält uns fest.

 


© Text: Karin Kronreif , Bild: Stephanie Mohr

Verträumt

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Zwischen grünen Dämmerschleiern

schwebt ein helles, schlankes Licht

und sehnsuchtgrüßend dösen Bilder,

die wir doch niemals greifen können,

obwohl sie sehr lebendig sind.

 

Sahst du das Märchen?

Es schwebte durch den Park,

und Flüstern wandelt zwischen Sträuchern,

blickt sich um und lächelt leise:

Hast du es gehört?

Und Herbstfäden hinterdrein,

sie fangen sich in lauschend Hecken:

Hast du es gesehen?

Und Vögel singen ihre Schlummerlieder:

Ein Märchen schwebte durch den Park.

 

Die Lichter in den Fenstern

sind keine Lichter mehr,

sind Märchen, die zu Licht geworden.

Bist du es, der hier sitzt und träumt?


 

© Text: Karin Kronreif , Bild: Stephanie Mohr

Ruhelos, ist nicht nur eine Rose!

 

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Jetzt trinke ich nichts,

dann stecke ich mich

in eine Vase

und lass mich pflegen,

flüstert die Rose,

die seit Stunden

in ihrer Erde döst

und wartet.

 

Jetzt trinke ich aus,

dann leg ich mich

auf mein Beet

und pflege mich,

seufzt die Rose,

die seit Stunden

in ihrer Vase döst

und wartet.

 


© Text: Karin Kronreif , Bild: Stephanie Mohr

Herbstgeringel

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Des Sommers weiße Wolkengrüße

zieh’n stumm den Vogelschwärmen nach,

die letzte Beere gärt voll Süße,

zärtliches Wort liegt wieder brach.

 

Und Schatten folgt den langen Wegen

aus Bäumen, die das Licht verfärbt,

der Himmel wächst, in Wind und Regen

stirbt Laub, verdorrt und braun gegerbt.

 

Der Duft der Blume ist vergessen,

Frucht birgt und Sonne nun der Wein

und du trägst, was dir zugemessen,

geklärt in deinen Herbst hinein.

 

Herbstliche Wege von Joachim Ringelnatz

Gedankenstöße

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Lass das Vergessene nicht vorbei,

was heute ist, ab morgen war´s.

Klebrig wird die Erinnerung,

lässt Gedanken kreisen

um Liebe und Leben, um Leben und Liebe.

Ich weiß, es werden neue Sommer kommen,

aufblättern und vergehen,

und Bücher werden geschrieben

und Rosen werden blühen.

Frei ist unser Geist niemals,

abgelegte Gedankenstöße bleiben,

drum, lass das Vergessene nicht vorbei,

entnimm ihm eine Seite.


© Text: Karin Kronreif , Bild: Stephanie Mohr

Der rote Wald

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Der Herbst ist milde wie ein sanfter Mund

und süßer Duft erzählt von wonnigen Küssen,

nun möchte er wandern durch den roten Wald,

möchte gehen weit, bis in die Nacht.

Bald ist wieder Stille,

ist Ruhe und Glück auf den Gipfeln,

wo sie und keine Schatten leben.

Das Schweigen denkt sich selber zu

und füllt den Raum,

wie ein Licht, der späten Liebe.


© Text: Karin Kronreif , Bild: Stephanie Mohr

 

Warten

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Warten auf Entscheidungen…warten auf Antworten…warten auf Änderungen….warten auf Befunde….warten auf Sonne…warten auf den Morgen….warten, warten…und diese Warterei liegt meistens nicht in unseren Einflüssen . Kann nur akzeptiert jedoch nicht verändert werden.

Erschreckend dabei ist, dass vieles aufgehalten wird….ANDERE bremsen das eigene Leben. Sie stehen lange auf dieser Bremse…manchmal leider zu lange…da verblassen plötzlich Träume….und neue Ziele reichen beinahe ins Unendliche.


 

Und doch….warten kann auch wunderschön sein…..wenn dadurch das Gefühl der Vorfreude entsteht:

 

„Ich liebe Sonnenuntergänge sehr. Komm, lass uns einen Sonnenuntergang anschauen „

„Wir müssen aber noch warten“

„Worauf denn warten?“

„Warten, bis die Sonne untergeht.“

Auszug aus „Der kleine Prinz von Antoine de Saint-Exupéry“


 

Wissen wir immer warum, wieso, weshalb….. wir warten???

What Are You Waiting For?


Foto: Stephanie Mohr

Sommernebel

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Der Sommer spannt sein helles Blau

weit über uns dahin

und Summen liegt wie Festgesang

in flirrend heißer Luft.

 

Wir fassen an das Blühen,

es hält und lässt sich streicheln,

und auch der Bäume Früchte,

Farne, die dicht und satt im Grün der Moose steh’n.

 

Sonnenstrahlen, die verspielt

durch gelbe Meere sickern,

der leise Wind,

der Baum und Strauch bewegt.

 

Das Leben trinkt

aus seinen reichsten Schalen,

wie lange wohl noch, und sie verweh’n

in den späten Nebel eines Sommers.


© Text: Karin Kronreif , Bild: Stephanie Mohr