Archiv der Kategorie: Sugar&Mohr

Ein poetisches Zusammenspiel von Bild und Text!
Texte: © Karin@sugar4all
Fotos: © Stephanie Mohr

Die Welt entdeckt

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Es war einmal ……..ein kleiner grüner Luftballon! Er war einer von vielen, im großen Sack verpackt und nach vielen stickigen Tagen im Plastik endlich rausgenommen! Aufgeregt war er, der kleine Grüne. Aufgeregt endlich groß zu werden, um irgendwo fliegend die Welt entdecken zu können. Doch er lag und lag und niemand nahm sich seiner an. Er schrie ganz laut: „Hallo – da bin ich!“ Doch niemand hörte ihn. Da wurde er  gemeinsam mit seinem roten Freund  in irgendeinen warmen Stoff gequetscht. Eine Hand drückte sie noch fester zusammen und dann blieb es dunkel. Es vergingen Wochen und Monate. Die beiden noch immer im Warm des Stoffes versteckt, gaben die Hoffnung nicht auf. Sie glaubten so fest daran, dass irgendwann der Tag kommen wird und sie endlich befreit die Welt entdecken konnten.

Und so passierte es auch tatsächlich. Wie aus dem Nichts spürten sie eine Hand, die sie herausnahm. Aufgeregt jubelte der Grüne seinem roten Freund zu: „Wir werden jetzt groß – wir werden jetzt ganz groß – es ist soweit!“

Zuerst wurde der Rote groß und größer…. letztendlich zu groß .  Die Aufregung ließ ihn platzen. Viele kleine Stückchen blieben am Boden von ihm zurück.

Der Grüne, fast bleich vor Schreck, nahm sich vor, erst dann zu platzen, wenn er die Welt vollständig entdecken konnte. Auch er wurde nun groß und größer – „Nur nicht platzen, nur nicht platzen…“ dachte er immerfort. Auf einmal spürte er einen Knoten, einen Schubs und ……..jetzt flog er …ganz leicht..so zufrieden!

Er begegnete den Wind und begrüßte ihn höflich. Der Wind  wünschte ihm ein langes Leben. Da lachte der grüne Luftballon: „Danke Wind, das werde ich haben, denn ich will die Welt entdecken!“

Der Wind fand die Idee, dass ein Luftballon die Welt entdecken will, ziemlich skurril. Doch fühlte er mit ihm und beschloss daher, den grünen Ballon ein Stückchen mitzunehmen. Nach einiger Zeit wurde der Luftballon müde und kleiner.

Da erblickte er auf einmal etwas Neues und fragte aufgeregt: „Wer bist du? Gehörst du auch zur Welt?“

Das Meer unter ihm schmunzelte : „Ja freilich,  denn ICH bin die Welt! “

„DU bist die Welt? Wie wunderschön du doch bist.  Darf ich mich ein wenig auf dir ausruhen?“

Das Meer nickte  ruhig. Seufzend und erschöpft legte sich der grüne Ballon auf das Meer. So schön hatte er sich die Welt nicht vorgestellt!

Glücklich schlief er ein und ……….

😉

EINzigartig

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Nicht jeder ist gleich

aber viele sind gleicher

weil sie so sein wollen

wie es die anderen erwarten!


Aber anders sein als die anderen

sich dabei gut fühlen

zu spüren etwas besonderes zu sein

anders eben als die anderen.


Nicht das Gleiche ist das Schöne –

es ist die Einzigartigkeit!


Wie soll es sein?

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Oft ist es klar

wie es sein sollte!

Auch wenn es nicht

so sein soll!


Aber kann es nicht anders sein?

Egal denkt sich der,

bei dem es nicht so sein soll.

Egal denkt sich der,

dem es aber nicht egal sein sollte.


Darum wird es einmal oben

einmal unten

oder aber auch

gar nicht so sein –

wie es eigentlich sein sollte.


So soll es eben sein!

🙂


Sternenbaum

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Glitzernd frech

fast wie schelmisches Grinsen

baumeln sie

im Warm der Sonne.


Der Himmel  tiefenblau

lässt keiner Wolke

ihren Raum

und der Wind

er haucht nur sanft.


Das fühlen sie,

die gut gelaunten Blätter

und lassen ihr gelb und braun

im Stolze glänzen.


Und je weiter weg dein Blick

umso strahlender das Wirken

fast so, als wären diese Blätter

Sterne, die den Baum verzücken!


….frei….

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Menschen verkaufen ihr Leben für ihre Freiheit! Flüchtlingsströme sind unaufhaltsam in Bewegung. Erschreckende Tatsachen, die Freiheit ist im Krieg mit der Not gefangen.

Und doch gibt es das Schöne! Noch gibt es sie. Die Plätze die wir nicht missen möchten, weil sie unsere eigene Freiheit zeigen.

Frei zu sein, für einen Urlaub lang, manchmal auch länger. Doch irgendwann gehen diese Tage vorbei und wir kommen zurück in unser Land. In ein Land das verschont wurde, vom Schrecklichen der Zeit!

Und wir würden um nichts in der Welt diese – unsere Freiheit verkaufen wollen!

Wir – die wir hier leben können!

Wir – die frei sind!

Wir – die dies mehr schätzen sollten!

Gibt es sie noch?

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Gibt es sie noch ….diese besonderen Briefe?


Die Erwartung und Hoffnung

in sich hüten

als wären diese Zeilen

von unvergleichlichem Wert.


Die Tage brauchen um zu enden

oder manche die bereits

im Augenblick

geschrieben.


Mit Tinte so fein und zart

im Herzschlag eingebettet

auf besonderem Papier

und mit Küssen verschlossen.


Gibt es sie noch?

Ich bin mir sicher….es gibt sie noch!