Tauwind

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Die aktuellen politischen Ereignisse haben mich zu diesem Gedicht bewegt!


 

Noch atmet die Erde und saugt die Sonne auf,

das Eis, es schmilzt braunen Ufern zu,

grüne Wunden wuchern aus grauer Rinde,

es tropft von Dächern und Bäumen,

verwandelt Straßen in Bäche.

 

Giftige Knospen, die nicht blühen wollten,

doch dann kam der Tauwind,

der die Knospen sprengte,

die Wahrheit schonungslos geöffnet,

zerstörte Brücken hinter uns,

narzisstisch gebaute Mauern vor uns.

 

Es ist ein weiter Weg,

bis auch die Absurdität verwandelt ist,

die Hasserfüllten sich bedenken,

und doch, das Leben hört nie auf,

uns einzuladen,

an diesem Weg zu säen.


©Bild und Text by Karin Kronreif 

 

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9 Kommentare zu “Tauwind”

  1. Liebe Karin,
    gut gesagt über das, was einem schon manchmal die Sprache verschlägt-
    gleichzeitig stehen jetzt viele Menschen auf und zeigen wofür sie wirklich stehen, was es zu erhalten gilt und was nicht mehr möglich sein darf!
    herzlichst
    Ulli

    Gefällt 1 Person

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