Im Birkenwald

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Tief in einem Birkenwalde,

unter deinem alten Baum,

zwischen Blumen weich im Grase

lagert sie zu süßem Traum,

und die Vöglein schwiegen alle,

und es war so still im Wald,

ganz berauscht von Blumendüften

überkam der Schlaf sie bald.


Und sie träumt, ihr Herzgeliebter

kam zu ihr mit leisem Schritt,

tat, als wär er sehr erschrocken

und ganz sacht er niederkniet,

ach, sie musst im Traume lächeln,

wie er gar so schüchtern tat

und sich nicht zu helfen wusste,

ganz erschrocken, ohne Rat.


Dann ihr war, als küsst sie jemand

auf den Mund recht innig warm,

und sie fühlt sich eng umschlungen

wonniglich von starkem Arm,

eine Amsel hoch im Wipfel

hub da jäh an süßen Sang,

ach, holde, unbekannte Lust

erfüllte sie mit heißem Drang.


Hörte da ein leises Lachen,

und ihr Liebster bei ihr stand,

und sie lief ihm rasch entgegen,

froher als der Liebe Pfand,

und hernach war sie so fröhlich,

und sie haschten sich im Spiel,

und im lauschigen Birkenwalde

ward der Kurzweil gar sehr viel.


(K.Julius)

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14 Kommentare zu “Im Birkenwald”

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